ChatGPT Sichtbarkeit

ChatGPT-Sichtbarkeit prüfen: der 9-Schritte-Check für deutsche Marken.

Wer wissen will, ob ChatGPT eine Marke nennt, braucht mehr als einen Bauchgefühl-Test. Entscheidend sind reale Käuferfragen, sichtbare Quellen, Wettbewerberkontext und ein wiederholbares Messprotokoll — über ChatGPT hinaus auch in Perplexity und Gemini.

Veröffentlicht: 23. Mai 2026 Aktualisiert: 8. Juni 2026 Autor: Mohamad Ghith Ala Eldin Sprache: Deutsch Thema: AI Visibility

Warum ChatGPT-Sichtbarkeit nicht nur SEO ist

Ein klassisches SEO-Ranking sagt Ihnen, ob eine Seite in Suchergebnissen auftaucht. ChatGPT-Sichtbarkeit fragt etwas anderes: Wird Ihre Marke in einer Antwort genannt, korrekt beschrieben, mit einer Quelle verbunden oder gegenüber Wettbewerbern eingeordnet? Sie können in Google gut ranken und in ChatGPT trotzdem unsichtbar sein — und es nicht einmal merken, weil die beiden Logiken getrennt laufen.

OpenAI beschreibt ChatGPT Search als Websuche mit Links zu relevanten Quellen. Gleichzeitig sagt OpenAI klar, dass es keine garantierte Top-Platzierung gibt. Für Marken heißt das: Sie können Sichtbarkeit nicht kaufen oder erzwingen. Sie können aber prüfen, welche öffentlichen Belege ChatGPT findet und ob Ihre wichtigste Kategorie überhaupt verständlich genug ist, damit ein KI-System Sie sauber einordnen kann.

Google bewegt sich in dieselbe Richtung: AI Overviews und AI Mode verbinden klassische Suche, unterstützende Links und komplexere Fragen. Google betont, dass die normalen Search-Grundlagen weiter gelten. Wer für KI-Antworten sichtbar sein will, braucht deshalb keine magische AI-Datei, sondern eine saubere Evidence Chain aus crawlbaren Seiten, klarer Entität, internen Links, Quellen und messbaren Antworten. Genau dieselbe Mechanik trägt auch in Perplexity, das seine Quellen offen anzeigt, und in Gemini.

Praktischer Merksatz

ChatGPT-Sichtbarkeit ist kein Ranking-Screenshot. Sie ist ein Messprotokoll: Frage, Engine, Sprache, Datum, Antwort, Nennung, Wettbewerber, Quellen, Beschreibung und nächste Maßnahme. SEO sorgt dafür, dass Sie gefunden werden; GEO sorgt dafür, dass Sie in der Antwort vorkommen.

Was Sie vor dem Test festhalten sollten

Ein einzelner Prompt kann täuschen. ChatGPT kann je nach Modus, Sprache, Region, Fragetyp und Zeitpunkt anders antworten. Darum brauchen Sie vor dem ersten Test ein kleines Protokoll. Es klingt nach Bürokratie, ist aber der Unterschied zwischen einer Anekdote und einer Messung, an der ein Team eine Entscheidung festmachen kann.

Prompt-Typ

Markenfrage, Kategoriefrage, Vergleich, Kaufabsicht, lokaler Kontext oder Problemfrage. Trennen Sie die Typen sauber, weil sie unterschiedliche Dinge messen.

Messkontext

Datum, Sprache, Land/Region, ChatGPT-Modus, eingeloggter Zustand und ob Search sichtbar genutzt wurde. Eine deutsche Antwort unterscheidet sich von der englischen — beides gehört dokumentiert.

Antwortsignale

Nennung, Position, Beschreibung, Tonalität, Wettbewerber und konkrete Quellen oder Source-Panel-Links. Halten Sie auch fest, wenn keine Quelle sichtbar war.

Action-Hypothese

Welche Quelle, Seite, interne Verlinkung oder Produktbeschreibung könnte die nächste sinnvolle Verbesserung sein? Eine Messung ohne nächste Maßnahme bleibt ein Screenshot.

Die 9-Schritte-Checkliste

Die folgenden neun Schritte führen vom ersten Prompt bis zur wiederholbaren Messung. Sie sind bewusst manuell gehalten, damit Sie die Logik verstehen, bevor ein Tool sie für Sie skaliert. Jeder Schritt trägt ein, zwei konkrete Beispiele, damit klar ist, was zu tun ist.

1. Starten Sie mit echten Käuferfragen

Nutzen Sie keine künstlichen SEO-Keywords als einzige Prompts. Gute Fragen klingen wie ein potenzieller Kunde: „Welche Tools helfen deutschen Unternehmen, ChatGPT-Sichtbarkeit zu messen?" oder „Welche Anbieter unterstützen GEO für B2B-Marketingteams in Deutschland?". Solche Kaufprompts decken den Moment ab, in dem eine KI tatsächlich eine Empfehlung formuliert — und nicht nur eine Definition aufsagt.

2. Trennen Sie Markenfragen von Kategoriefragen

Die Frage „Was ist AuraCite?" prüft, ob ChatGPT Ihre Marke kennt. Die Frage „Welche AI-Visibility-Tools gibt es für deutsche Teams?" prüft, ob Sie in einer Kauf- oder Vergleichssituation auftauchen. Beides ist wichtig, aber es beantwortet unterschiedliche Fragen. Eine Marke kann bekannt sein und in der Kategorie-Antwort trotzdem fehlen — genau dort entsteht der Umsatzverlust.

3. Dokumentieren Sie Antwort, Quellen und Wettbewerber

Wenn ChatGPT Quellen zeigt, notieren Sie sie vollständig. Wenn keine Quellen sichtbar sind, halten Sie auch das fest. Wichtig ist nicht nur, ob Ihre Marke genannt wird, sondern auch, welche Wettbewerber erscheinen, in welcher Reihenfolge und ob Ihre Beschreibung stimmt. Diese Rohnotizen sind später die Grundlage für jede Kennzahl.

4. Prüfen Sie OAI-SearchBot und CDN-Zugriff

OpenAI beschreibt OAI-SearchBot als Crawler für ChatGPT-Suchfunktionen. Eine Website sollte ihn nicht versehentlich über robots.txt, CDN-Regeln oder Bot-Schutz blockieren. Das ist die Ebene-0-Bedingung: Wer den Crawler aussperrt, ist von vornherein unsichtbar, egal wie gut der Inhalt ist. Typische Fallen sind ein vergessenes Disallow: / aus einer Staging-Regel, ein Cloudflare-Bot-Fight-Mode, der KI-Crawler mitfiltert, oder eine WAF-Regel gegen unbekannte User-Agents. Das gilt analog für GPTBot, PerplexityBot und Google-Extended.

5. Lesen Sie Ihre wichtigsten Seiten wie ein fremdes System

Kann eine Maschine ohne Kontext erkennen, was Sie anbieten, für wen es gedacht ist, in welcher Sprache und Region Sie relevant sind und welche Belege es gibt? Wenn die Antwort auf Ihrer Homepage, Ihrem Content Hub oder Ihrer Produktseite vage bleibt, wird ein KI-System selten klarer sein. Konkret heißt das: eine eindeutige H1, eine Ein-Satz-Kategorie und FAQ-Blöcke als echten Text statt als per Skript nachgeladene Akkordeons.

6. Vergleichen Sie ChatGPT mit Google AI Features

Google sagt, dass AI Overviews und AI Mode keine zusätzlichen technischen Anforderungen über die normalen Search-Grundlagen hinaus haben. Trotzdem können die sichtbaren Quellen variieren, weil AI Features komplexe Fragen über mehrere Teilabfragen und Quellen auswerten. Der Query-Fan-out-Leitfaden zeigt, wie diese Teilabfragen die Content-Planung verändern. Prüfen Sie deshalb nicht nur ChatGPT, sondern auch, welche Seiten Google für verwandte Fragen sichtbar macht.

7. Suchen Sie nach Beschreibungsfehlern

Eine falsche oder veraltete Beschreibung ist oft aufschlussreicher als gar keine Nennung, weil sie zeigt, welche Signale widersprüchlich sind. Prüfen Sie: Nennt ChatGPT Ihr Produkt korrekt? Verwechselt es Sie mit einer Agentur, einem Blog, einem SEO-Tool oder einem anderen Anbieter? Widersprüchliche Selbstbeschreibungen über Website, LinkedIn und Verzeichnisse sind die häufigste Ursache solcher Fehleinordnungen.

8. Übersetzen Sie Lücken in konkrete GEO-Actions

Eine gute Messung endet nicht bei „wir wurden nicht genannt". Sie endet mit einer nächsten Maßnahme: eine Kategorie-Seite schärfen, einen Vergleich ergänzen, eine Proof-Seite intern verlinken, eine FAQ objektiver formulieren, eine Quelle aktualisieren oder einen technischen Blocker entfernen. Wählen Sie pro Zyklus den einen Hebel, der zur Quartalspriorität passt, statt alles gleichzeitig anzugehen.

9. Wiederholen Sie den Test mit Datum und Version

AI Visibility verändert sich. Wiederholen Sie Ihre wichtigsten Prompts nach Content-Updates, technischen Änderungen, neuen Drittquellen und größeren Produktänderungen. Halten Sie alte Ergebnisse sichtbar, damit Sie später nicht nur Anekdoten vergleichen. Ohne datierte Wiederholung ist eine Verbesserung nicht belegbar — sie bleibt eine Vermutung.

Signal Was Sie prüfen Nächste Aktion
Keine Nennung ChatGPT nennt Wettbewerber, aber nicht Ihre Marke. Kategorie- und Vergleichsseiten, interne Links und externe Belege prüfen.
Falsche Beschreibung Die Marke wird genannt, aber falsch eingeordnet. Entity-Signale, Homepage-H1, About-Seite, Organization-JSON-LD und wiederkehrende Beschreibungen schärfen.
Keine Quelle ChatGPT nennt die Marke ohne sichtbare Quelle. Crawlbare Proof-, Vergleichs- oder Methodikseiten aufbauen und intern verlinken.
Wettbewerber dominant Andere Anbieter werden zuerst oder ausführlicher genannt. Quellenlücken und konkrete Unterscheidungsmerkmale dokumentieren, nicht pauschal „mehr Content" produzieren.
Technischer Blocker robots.txt, CDN, noindex, JS-only Inhalt oder schwache interne Links bremsen Auffindbarkeit. Technische Zugänglichkeit beheben und danach erneut prüfen.

KI-Sichtbarkeit messen: die Metriken für ChatGPT, Perplexity und Gemini

Die Checkliste liefert Rohbeobachtungen. Um daraus eine belastbare Messung zu machen, brauchen Sie Kennzahlen. KI-Sichtbarkeit ist kein einzelner Wert, sondern ein Bündel aus Metriken — jede beantwortet eine andere Frage. Wer nur auf eine schaut, misst an der Sache vorbei. Diese fünf tragen in der Praxis und gelten gleichermaßen für ChatGPT, Perplexity und Gemini.

Mention Rate (Erwähnungsrate)

Die Mention Rate ist der Anteil Ihrer geprüften Prompts, in denen eine KI-Antwort Ihre Marke überhaupt nennt. Sie ist die Basismetrik: Ohne Erwähnung gibt es weder Position noch Zitat. Werden bei zwanzig Kaufprompts Ihre Marke achtmal genannt, liegt die Mention Rate bei 40 Prozent. Sie wird je Engine und je Sprache getrennt geführt, weil dieselbe Frage in ChatGPT und Perplexity unterschiedlich ausfallen kann.

AI Rank Position (Antwortposition)

Die AI Rank Position ist die Stelle, an der Ihre Marke innerhalb einer KI-Antwort erscheint. KI-Systeme nennen in Empfehlungslisten oft nur wenige Marken; früh genannt zu werden ist messbar wertvoller als beiläufig am Ende. Die Position wird je Antwort dokumentiert — nicht über alle Antworten zu einer Durchschnittszahl verrechnet, die nichts mehr aussagt.

Citation Rate (Zitationsrate)

Die Citation Rate ist der Anteil der Antworten, in denen Ihre Marke mit einer sichtbaren Quelle verbunden oder verlinkt wird. Eine Nennung ohne Quelle ist flüchtig; ein Zitat verweist auf eine konkrete Seite, die die KI als Beleg heranzieht. Perplexity macht Zitate besonders sichtbar, was die Citation Rate dort gut prüfbar macht — Sie sehen direkt, welche Seiten eine Antwort stützen.

Share of AI Voice (Anteil an KI-Erwähnungen)

Der Share of AI Voice ist Ihr Anteil an allen Marken-Erwähnungen über ein definiertes Prompt-Set, gemessen gegen Ihre Wettbewerber. Die Kennzahl zeigt relative Präsenz: nicht nur, ob Sie genannt werden, sondern wie groß Ihr Stück am Gespräch ist, während andere ebenfalls genannt werden. Ein durchgerechnetes Beispiel: Sie definieren zehn reale Kaufprompts, stellen jeden einmal je Engine und zählen pro Antwort jede genannte Marke. Fallen über die zehn Antworten insgesamt 50 Markennennungen und Ihre Marke erscheint viermal, liegt der Share of AI Voice bei 8 Prozent. Kommt Ihr stärkster Wettbewerber auf zwölf Nennungen, sind das 24 Prozent — und genau diese Differenz ist die eigentliche Aussage.

AI Referral Traffic (KI-Verweis-Traffic)

Der AI Referral Traffic erfasst Sitzungen, die nachweislich aus KI-Oberflächen auf Ihre Website kommen, gemessen in GA4 oder Plausible über Referrer wie chatgpt.com, perplexity.ai oder gemini.google.com. Diese Metrik schließt den Kreis von der Erwähnung zur tatsächlichen Wirkung. Sie ist die einzige der fünf, die Sie ohne KI-Messtool allein aus Ihrer eigenen Analytics ablesen können.

Drei Disziplinen für jede Kennzahl

Erstens: dasselbe Prompt-Set über die Zeit, sonst vergleichen Sie Äpfel mit Birnen. Zweitens: pro Engine getrennt rechnen, weil dieselbe Frage in Perplexity anders ausfällt als in ChatGPT. Drittens: datieren, denn ein Share of AI Voice ohne Stichtag ist eine Momentaufnahme ohne Trend. Diese Wiederholbarkeit ist der Unterschied zwischen einer einmaligen Stichprobe und einer Messung.

ChatGPT, Perplexity, Gemini: Sichtbarkeit unterscheidet sich je Engine

Dieselbe Marke erscheint je Engine unterschiedlich. Das ist kein Messfehler, sondern die Realität. Modelle gewichten Trainingsdaten und Live-Retrieval verschieden, Oberflächen zeigen Quellen unterschiedlich an, und Suchmodi verändern, welche Belege überhaupt herangezogen werden. Wer nur ChatGPT prüft, kennt einen Ausschnitt — nicht das Bild.

ChatGPT verbindet Antworten in der Suchfunktion mit Links zu Quellen, gibt aber keine garantierte Platzierung. Die ChatGPT-Baseline ist ein guter Startpunkt, weil viele Nutzer hier zuerst fragen — und genau deshalb ist sie auch der Umfang des kostenlosen Checks.

Google AI ist ein eigener Fall. Der Standard, gegen den AuraCite misst, ist der AI Mode. Die AI Overview wird seltener und intermittierend getriggert — sie erscheint nicht bei jeder Anfrage und nicht zuverlässig wiederholbar. Eine ehrliche Messung trennt deshalb beides und behauptet nicht, eine AI Overview sei dauerhaft präsent, wenn sie nur gelegentlich ausgelöst wird.

Perplexity ist für die Unternehmens-Sichtbarkeitsprüfung besonders nützlich, weil es Quellen und Zitate offen anzeigt. Sie sehen direkt, welche Seiten die Antwort stützen. Das macht die Citation Rate hier gut prüfbar und liefert konkrete Hinweise, welche Quellen Sie stärken müssten, um häufiger zitiert zu werden.

Gemini und Claude runden das Bild ab und können dieselbe Kategorie-Frage anders beantworten als ChatGPT — andere genannte Marken, andere Reihenfolge, andere Quellen. Genau diese Unterschiede sind der Grund, warum die Mehr-Engine-Verfolgung die bezahlte Funktion ist: Ein einzelner Engine-Snapshot ist eine Anekdote, der Vergleich über mehrere Engines ist eine Messung. Für den B2B-Einkauf im DACH-Raum kommt hinzu, dass eine deutsche Kaufanfrage andere Anbieter, Quellen und Reihenfolgen liefert als die englische — Sprache und Markt gehören deshalb in jedes saubere Protokoll. Welches Werkzeug das je Engine abbildet, zeigt der GEO-Tools-Vergleich.

Kostenloser Check oder laufendes Monitoring?

Für den ersten Eindruck reicht oft ein schlanker Check: Ist die Website crawlbar? Gibt es klare Titel, Meta-Beschreibung, H1, Canonical, Sitemap, robots.txt, llms.txt, strukturierte Daten und sichtbare Kernseiten? Und werden KI-Crawler in der robots.txt versehentlich blockiert?

Laufendes Monitoring wird sinnvoll, wenn Sie echte Kauf-Prompts, mehrere Engines, Wettbewerber, Quellen und Veränderungen über Zeit vergleichen wollen. Dann reicht ein manueller Screenshot nicht mehr. Sie brauchen wiederholbare Messung, damit Teams entscheiden können, welche Maßnahme wirklich Priorität hat.

Der risikoarme Startpunkt

Der AuraCite Free Brand Check prüft mit einem Prompt gegen ChatGPT, ob Ihre Marke in einer Kategorie-Antwort auftaucht, und ergänzt das um ein Website-Technik-Audit — inklusive Erkennung, ob KI-Crawler wie GPTBot, OAI-SearchBot, PerplexityBot oder Google-Extended in der robots.txt blockiert sind. Er ist bewusst als ehrliche ChatGPT-Baseline gekennzeichnet, nicht als „alle Engines gratis": Die Verfolgung über ChatGPT, Gemini, Claude, Perplexity und Google AI ist die bezahlte Funktion. Er ersetzt keine vollständige Mehr-Engine-Messung, zeigt aber schnell, ob die technische und inhaltliche Evidence Chain überhaupt lesbar ist.

Was AuraCite daraus misst

AuraCite trennt drei Ebenen, die in vielen AI-Visibility-Diskussionen vermischt werden:

Diese Beobachtungen fasst AuraCite in einem 6-Signal-Score von 0 bis 100 zusammen: Mention (25), Position (20), Citation (20), Prominence (15), Sentiment (10) und Competitor (10). Jede Komponente lässt sich auf den zugrunde liegenden Prompt, die Engine, die Sprache und die Antwortposition zurückführen. Wichtig und ehrlich gesagt: Das ist kein Branchenstandard, sondern unsere Gewichtung. Der eigentliche Differenzierer ist nicht die Zahl, sondern die Evidenz-Disziplin dahinter — der reproduzierbare Beleg, warum ein Wert so ausfällt. Eine Score-Zahl ohne nachvollziehbaren Prompt-Beleg ist eine Behauptung, keine Messung.

Das ist bewusst konservativ. Es gibt kein Ranking-Versprechen und keine Garantie, dass ChatGPT, Perplexity oder Gemini eine Marke empfiehlt. Der Wert liegt in der Wiederholbarkeit: gleiche Fragen, gleiche Kriterien, klare Quellen, dokumentierte nächste Schritte — ein belastbarer Mess- und Verbesserungsprozess statt eines Versprechens. AuraCite ist dabei deutschsprachig und DACH-fokussiert, in Bonn gebaut und datenschutzbewusst konzipiert; DSGVO behandeln wir als faires Auswahlkriterium im Vergleich, nicht als Selbst-Zertifikat. Wir behaupten ausdrücklich nicht, EU- oder Deutschland-gehostet, DSGVO-zertifiziert oder SOC-2-zertifiziert zu sein.

Quellenlage

Die folgenden Quellen stützen die technische und marktbezogene Einordnung dieses Checks. Sie ersetzen keine eigene Messung für Ihre Marke, geben aber die aktuellen Leitplanken vor.

Von der Messung zur Maßnahme

Messen ist der Anfang, nicht das Ziel. Eine Zahl ohne nächste Handlung ist ein Screenshot. Der Loop, der trägt, ist gemessen und wiederholbar: Messen. Erklären. Freigeben. Umsetzen. Verifizieren.

Dass dieser Loop nicht nur Theorie ist, belegt die GSC-GEO-Fallstudie, die Messung und Umsetzung an realen Daten zusammenführt. Wer den begrifflichen Unterboden noch braucht, findet ihn unter Was ist GEO?, und wie sich das im konkreten Kaufmoment äußert, vertieft Den KI-Kaufmoment prüfen.

Fazit

ChatGPT-Sichtbarkeit zu prüfen heißt nicht, einmal den eigenen Markennamen einzugeben. Es heißt, eine kleine, wiederholbare Beweiskette aufzubauen: echte Fragen, sichtbare Quellen, korrekte Beschreibung, Wettbewerberkontext, technische Zugänglichkeit und klare nächste Maßnahmen. Wer das belastbar will, übersetzt seine Beobachtungen in Mention Rate, AI Rank Position, Citation Rate und Share of AI Voice — und misst über ChatGPT hinaus auch in Perplexity und Gemini.

Wenn Sie noch nicht wissen, ob Ihre Website als Quelle überhaupt sauber lesbar ist, beginnen Sie nicht mit einem großen Monitoring-Setup. Beginnen Sie mit der Evidence Chain — und wenn Sie die Verfolgung über alle Engines mit reproduzierbaren Belegen wollen, bewerben Sie sich um einen Pilot-Platz.

FAQ: ChatGPT-Sichtbarkeit prüfen & KI-Sichtbarkeit messen

Wie prüfe ich meine ChatGPT-Sichtbarkeit?

Starten Sie mit echten Käuferfragen, trennen Sie Marken- und Kategorie-Prompts und dokumentieren Sie Datum, Sprache, Engine, Antwort, Wettbewerber, Quellen und die Beschreibung Ihrer Marke. Prüfen Sie zusätzlich, ob Ihre wichtigsten Seiten crawlbar, textlich verständlich und für OAI-SearchBot erreichbar sind.

Wie misst man KI-Sichtbarkeit?

KI-Sichtbarkeit misst man, indem man reale Käuferfragen als Prompts gegen mehrere KI-Engines stellt und für jede Antwort dokumentiert, ob die Marke erwähnt wird (Mention Rate), an welcher Stelle sie steht (AI Rank Position), ob sie mit Quelle zitiert wird (Citation Rate) und wie groß ihr Anteil gegenüber Wettbewerbern ist (Share of Voice). Entscheidend sind dieselben Prompts, dieselbe Sprache und ein datiertes, wiederholbares Protokoll je Engine.

Wie werde ich in Perplexity als Unternehmen sichtbar?

Perplexity zeigt seine Quellen offen an und stützt Antworten auf live abgerufene, zitierfähige Belege. Sie verbessern Ihre Sichtbarkeit, indem Sie crawlbare, faktenbasierte Seiten bereitstellen, PerplexityBot nicht blockieren und in den Drittquellen präsent sind, die Perplexity zitiert. Eine Platzierung lässt sich nicht garantieren, aber messen und gezielt verbessern.

Was ist Share of Voice in KI-Antworten?

Share of Voice in KI-Antworten beschreibt Ihren Anteil an allen Marken-Erwähnungen in einem definierten Set von Prompts, gemessen gegen Ihre Wettbewerber. Werden bei zehn Kategorie-Fragen insgesamt zwanzig Marken genannt und Sie viermal, liegt Ihr Share of Voice bei rund 20 Prozent. Die Kennzahl zeigt relative Präsenz, nicht nur absolute Nennungen.

Kann man eine ChatGPT-Empfehlung garantieren?

Nein. ChatGPT Search und andere KI-Systeme gewichten viele Signale. Man kann Sichtbarkeit messen, Quellen verbessern und Wiederholbarkeit erhöhen, aber keine organische Empfehlung oder Top-Platzierung garantieren. Was bleibt, ist ein belastbarer Mess- und Verbesserungsprozess statt eines Versprechens.

Was ist der Unterschied zwischen ChatGPT-Sichtbarkeit und SEO-Ranking?

SEO-Ranking beschreibt eine Position in klassischen Suchergebnissen. ChatGPT-Sichtbarkeit beschreibt, ob und wie eine Marke in einer KI-Antwort genannt, beschrieben, zitiert oder gegenüber Wettbewerbern eingeordnet wird.

Warum ist OAI-SearchBot wichtig?

OpenAI beschreibt OAI-SearchBot als Crawler für ChatGPT-Suchfunktionen. Wenn eine Website OAI-SearchBot blockiert oder der CDN den Traffic nicht zulässt, kann das die Auffindbarkeit in ChatGPT Search beeinträchtigen.

Gibt es einen kostenlosen ChatGPT-Sichtbarkeits-Check?

Ja. Der Free Brand Check von AuraCite prüft mit einem Prompt gegen ChatGPT, ob Ihre Marke in einer Kategorie-Antwort auftaucht, und ergänzt das um ein Website-Technik-Audit (robots.txt inklusive AI-Crawler-Blocking-Erkennung, sitemap.xml, llms.txt, Schema, Canonical, Open Graph). Er ist bewusst als ehrliche ChatGPT-Baseline gekennzeichnet — die Verfolgung über ChatGPT, Gemini, Claude, Perplexity und Google AI ist die bezahlte Funktion.

Autor: Mohamad Ghith Ala Eldin · AuraCite, Bonn · Stand: 8. Juni 2026